Schalker Kreisel, Dezember 2012

Der Kampf gegen Rassismus und jegliche Form von Diskriminierung hat auf Schalke Tradition. Ehrensache also, dass sich die Schalker Fan-Initiative an der europaweiten Aktionswoche des Netzwerks FARE (Fußball gegen Rassismus in Europa) beteiligte. Mit einem Banner in der VELTINS-Arena zeigte die Fan-Ini einmal mehr deutlich Flagge gegen braunes Gedankengut und jegliche Form von Diskriminierung.

„Fans gegen Rassismus – weltweit“ war über der Nordkurve zu lesen. Eine grenzübergreifende Aktion, denn gemeinsam mit den königsblauen Anhängern bezogen befreundete Fans in den Niederlanden, Polen, der Schweiz, der Ukraine, in Venezuela und weiteren Staaten politisch Stellung.
Zudem teilte die Fan-Initiative das Banner als Druckvorlage mit Fans in anderen Stadien und richtete eigens für die Aktionswoche ein
Internetblog (worldwide.blogsport.de/) ein. „Ein kleiner Beitrag, aber ein enorm wichtiger“, betonen Dr. Susanne Franke, 1. Vorsitzende der
Fan-Initiative, und Patrick Arnold, Fanbeauftragter des FC Schalke 04, unisono. „Durch das breite, europaweite Netzwerk wird die Aktion in
zahlreiche Länder und Stadien getragen und sorgt mit dafür, dass für Rassismus und Diskriminierung im Fußball kein Platz ist.“

Was die Fan-Initiative in Gelsenkirchen regelmäßig unter Beweis stellt. Vor zwei Jahren präsentierte sie gemeinsam mit dem Schalker Fanprojekt in der neuen Synagoge Gelsenkirchen die Wanderausstellung „Tatort Stadion“, ein anderes Mal organisierte sie eine Lesung zum Thema Homophobie aus dem Buch des ehemaligen Fußballers Marcus Urban.

Das Netzwerk FARE entstand 1999, hat aktive Partner in 37 Ländern und arbeitet auf allen Ebenen des Fußballs mit Fans, Spielern, Organisationen von Migranten und ethnischen Minderheiten sowie Verbänden, einschließlich der FIFA und der UEFA. Fußball, so verdeutlicht FARE auf seiner Internetpräsenz, „gehört uns allen. Jeder hat das Recht, frei und ohne Angst Fußball zu spielen, zu schauen und über ihn zu reden“. ■
RECHT AUF FUSSBALL OHNE ANGST