Steht auf!

Nicht nur Rasissmus ist abstoßend, auch andere Formen von Diskriminierung und Gewalt lehnen wir ab. Homophobie, Sexismus oder Antisemitismus begleiten uns leider immer noch tagtäglich und insbesondere beim Fußball. Auch wenn es leider mit dem Banner nicht rechtzeitig geklappt hat, freuen wir uns, bei unseren Freunden von Schalke 04 Mitstreiter zu haben, die aufstehen und Zeichen setzen. Eine Fanfreundschaft, die über den puren Fussball hinausgeht.

Steht auf! Gemeinsam gegen jegliche Gewalt, Rassismus und Diskriminierung.

Club Fans für Akzeptanz, Nürnberg.

Steht auf !

Da war eine kleine Welt noch in Ordnung

Unsere Freunde in Caracas

Gewalt in Caracas

Liebe Fan-Ini,

Nachdem das Banner bereits in Auftrag gegeben war, hat es leider eine sehr bedauerliche Entwicklung in der Barra del CaracasFC gegeben, die so nicht vorherzusehen war.
Zum Auswärtsspiel in Barquisimeto gegen CD Lara sind 20 Fanbusse gefahren und alles sah eigentlich wie immer nach einer tollen Party aus.
Während des Spiels brach dann plötzlich im Fanblock eine Welle der Gewalt aus, deren Ursache zu dem Zeitpunkt noch niemand kannte. Ein Mitglied der „Demonios Rojos“, das ist die Fangruppe, zu der mein Sohn und ich gehören, wurde dabei mehr oder weniger schwer mit einem Messer verletzt und zwar nicht von einem gegnerischen Fan, sondern von einem der vermeintlich „unseren“. Er musste ins Krankenhaus, hat aber alles gut überstanden.
Beim nächsten Heimspiel wollte ich dann mit meinem Sohn in unseren Stammblock, wo uns eine offen feindliche Stimmung empfing. Anstelle meiner Freunde, die alle so um die 30-40 Jahre alt sind und schon teilweise seit 20 Jahren zum CaracasFC gehen, stand dort eine Gruppe von 50 Jugendlichen, bewaffnet mit Stöcken und machte klar, dass ab sofort der Block von ihnen kontrolliert werde und die „alte Garde“ dort nichts mehr zu suchen habe.
Hintergrund ist, dass diese Gruppe, die wahrscheinlich auch von außen aus Kreisen der organisierten Kriminalität geführt wird, das Kommando über die Barra Brava übernehmen will.
Eine sehr bedauerliche Entwicklung, denn es geht neben der „Machtübernahme“ natürlich auch um den Verkauf von Drogen und Alkohol. In venezolanischen Stadien ist seit Mitte letzter Saison der Ausschank von Alkohol per Gesetz verboten, aber wie Ihr Euch vorstellen könnt, kann man im Stadion dennoch (zu überzogenen Preisen) Rum oder Anisschnaps in Flaschen kaufen. Wer dieses „Geschäft“ kontrolliert, kann natürlich eine Menge Geld verdienen.
Seitdem sind meine Freund und ich nicht mehr im Stadion gewesen, weder beim Länderspiel, noch bei Ligaspielen. Es läuft ein Dialog, damit es eine Lösung gibt und es nicht, wie in Argentinien, zu noch mehr Gewalt kommt, aber diejenigen von uns, die bisher alle Auswärtsfahrten, alle sozialen Aktivitäten der Barra und Konzerte organisiert haben, sind „unerwünscht“ und haben ernstzunehmende Drohungen erhalten, sollte man sie noch einmal im Stadion sehen.
Es ist eine Schande, denn die Stimmung in der Barra war bisher geprägt von Respekt, fast wie eine große Familie. Besonders für mich und meinen Sohn war das einmalig, als Ausländer so perfekt integriert zu werden.
Wir alle hoffen, dass sich die Gemüter bald beruhigen und dass wir in Kürze wieder ins Stadion können.
Es ist jammerschade, dass die Vorkommnisse genau in die Aktionswochen gefallen sind und wir deshalb verständlicherweise nicht teilnehmen konnten.

Wir setzen uns aber weiterhin mit viel Engagement gegen Rassismus ein. Grüße an alle Fans aus dem Ausland, die an der Aktion teilgenommen haben, was hier passiert ist, hätte ich nicht erwartet und meine Freunde auch nicht!

S.

Langsamer Start für die Fan-Ini

Bisher konnten wir das gute Stück noch nicht zeigen – beim Derby wie in London gab es keine Ausnahme für die Botschaft. Aber jetzt: Beim Spiel des S04 : FCN! Wir freuen uns!

Kiew: Our main goals are communication and integration!

Igor, 32, Kiew (active supporter of Dynamo Kiew)
If they are left, right or in the political middle – I want football fans to be active supporters of their team. It would be great if politics was off the ground. The main interest of fans should be the match.
Many people being close to the right-winged group of Ukrainean fans are no real political persons. I am not talking about the hardcore skinhead groups, which are strong in discrimination and violence. I am talking about the high percentage of youngsters who think that the tough right-winged image is cool.
You can talk to them, they don‘t beat up people. They are no proper racists or fascists. I want to include as many people as possible into fan work. I want to create services for away-fans – until they respect us, trust us, and then accept our rules and ideas.


Igor from Kiew